Portrait

Bernd Dahlgrün

Architekt

Hamburg


Bernd Dahlgrün ist Architekt und arbeitet als Doktorand und wissenschaftlicher Mitarbeiter an der HafenCity Universität Hamburg.

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Putzhobel

Den Ulmia-Putzhobel habe ich mir gekauft, als ich meine Tischlerlehre gemacht habe. Er war irrsinnig teuer und ist etwas sehr Besonderes: Unten aus Plockholz, oben aus Birne und mit einer Klinge, die etwas steiler steht als gewöhnlich. Damit lassen sich Holzoberflächen so bearbeiten, wie es sie heute kaum noch gibt: ganz glatt und offenporig. Ich habe damit mein Gesellenstück gemacht, einen Schreibtisch. Seit der Tischlerlehre habe ich den Putzhobel nicht mehr benutzt, aber er bedeutet mir sehr viel. Er steht einfach für Qualität.

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Stiftemappe

Ich zeichne viel und gern. Es ist die beste Methode, um Ideen festzuhalten, bevor sie sich wieder verflüchtigen. Alles Mögliche halte ich in Zeichnungen fest – am liebsten mit dünnen schwarzen Linien auf Butterbrotpapier. Mein Stiftemäppchen ist ein bisschen wie meine Unterhose – ohne gehe ich eigentlich gar nicht aus dem Haus.

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Hängematte

Meine Familie hat ein kleines Häuschen an der Ostsee, dahinter liegt ein Garten und dort ist eine Hängematte zwischen zwei Bäumen aufgehängt. Es ist schlicht und einfach der beste Ort der Welt um zu träumen, sich auszuruhen, zu entspannen.

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Taschenmesser

Das Pradel-Messer aus Horn und Messing habe ich vor Jahren irgendwo in Frankreich gekauft. Es ist aus Werkzeugstahl, deshalb kann man nur fetthaltige Sachen damit schneiden, wie Salami. Wenn man Obst damit schneidet, fängt die Klinge an zu rosten. Aber man kann damit Weinflaschen öffnen, die zu herrlichen Picknicks im Grünen dazugehören. Ich habe das Messer fast immer in der Hosentasche. Eine Zeit lang war ich sehr viel auf Reisen und konnte mich einfach nicht an die Tatsache gewöhnen, dass ein Taschenmesser nicht unbemerkt durch die Sicherheitskontrolle am Flughafen kommt. Ich habe es schon 1000 Mal zur Gepäckaufbewahrung gebracht und dort wieder abgeholt.

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Pullover

Mein blauer bretonischer Fischerpullover ist absolut unkaputtbar, extrem warm und, was ich am besten finde, vollkommen unmodisch. Ich habe ihn schon seit über 20 Jahren. Die Ärmel sind an den Ellenbogen schon fadenscheinig geworden, der Stoff glänzt hier und da, aber ich bin mir sicher: Er wird die meisten anderen Dinge in meinem Kleiderschrank überleben.