Portrait

Lesley Sevriens

Journalistin

Hamburg


Die Journalistin schreibt nebenbei Kinderbücher und schenkt den guten Dingen des Lebens Aufmerksamkeit in ihrem Blog "The Gardengirls".

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Django Reinhardt LP

Seit ein paar Jahren und spätestens seit ich Woody Allens Hommage Sweet and Lowdown gesehen habe, bin ich großer Django Reinhardt-Fan. Ich liebe seinen fröhlich-beschwipsten Gipsy-Swing, der mich aus hektischen Jetzt-Momenten entführt und in beschwingte Jazz-Momente transportiert. Die Platte habe ich erst kürzlich auf einem Flohmarkt entdeckt und höre sie seitdem rauf und runter. Ich hoffe, meine Nachbarn finden genauso großen Gefallen an ihr wie ich.

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Teekanne

Dieser Kreolin in Form einer Teekanne bin ich vor Jahren auf einem Hamburger Flohmarkt über den Weg gelaufen. Ich war mit meiner damaligen Kollegin für eine Flohmarkt-Fotogeschichte auf der Suche nach sympathischen Leuten und ihrer frisch erjagten Beute. Ganz nebenbei und "autopilotisch" habe ich Ausschau nach Dingen gehalten, die auch mein Leben schöner machen. Und da sah ich die bunte Teekannen-Frau mit ihrem einladenden Bauch stehen. Scheinbar beiläufig habe ich mich nach ihrem Preis erkundigt, die Verkäuferin wollte gerade mal fünf Euro für sie haben. Gekauft! Seitdem schenke ich mir und meinen Freunden reichlich warmen Tee ein.

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Murmelkette

Und täglich grüßt die Murmelkette: Den Anhänger habe ich von meinem Vater geschenkt bekommen. Er ist Künstler und fertigt für meine Mutter und mich immer wieder famose Schmuckstücke. Derzeit bin ich in diese hellgrüne Murmelkette verliebt. Die trage ich beinahe täglich. Lustigerweise habe ich als kleines Mädchen jahrelang und Tag und Nacht ein Lederband mit vielen kleinen, aufgefädelten, bunten Murmeln um meinen Hals getragen. Selbst zum Schwimmen wollte ich mich damals nicht von dieser Kette trennen. Für mich war sie wie eine Art Talisman. So lange ich sie trug, fühlte ich mich beschützt. Bis ich eines Tages (im Alter von ungefähr zehn Jahren) das Gefühl hatte, ihr entwachsen zu sein. Inzwischen bin ich erwachsen und fühle mich wieder zu Murmeln hingezogen.

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Kleeblätter

Diese Schale mit Kleeblättern habe ich von meinen Eltern geschenkt bekommen. Zu einer Zeit, in der ich mal wieder "Weltschmerzen" hatte. Die Kleeblätter sollen mich an wunderbar-glückliche Tage erinnern. Für jeden Rundumdieuhrglücklichtag soll ich ein Kleeblatt in ein Extra-Gefäß legen, so dass ich am Ende eines Jahres sehen kann, wie viel Glück ich hatte. Seitdem gehört der Ausdruck "Kleeblatttag" in meinem Freundeskreis zum geflügelten Wort. Das Gegenteil davon sind übrigens "Fledermaustage" - Tage, an denen die Gedanken ihren Kopf hängen lassen. Für die stelle ich allerdings kein Gefäß bereit.

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Zeichnung

Das Bild hat mir mein Ex-Freund Florin zum Geburtstag geschenkt. Er ist Illustrator und Urbanart-Künstler und hat ein Faible für zottelig-verschrobene Fantasiegestalten. Der Bär hängt neben meinem Schlafzimmer-Spiegel. Ich mag die alte Pappe, auf die er gemalt ist, und die meditativ-mystische Wirkung, die von ihm ausgeht. Neuerdings betreiben wir beide Tauschhandel - Text gegen Bild. Zusammen mit ihm und seinem Bruder (den Low Bros), arbeite ich derzeit an einem Kinderbuch. Darin wird es von zottelig-verschrobenen "Unwesen" und schräg-schönen Vögeln nur so wimmeln.