Portrait

Marlene Hofmann

Schauspielstudentin

Stuttgart


Marlene Hofmann ist 22 Jahre alt und das jüngste von sieben Kindern. Im Oktober 2011 beginnt sie in Stuttgart am schönsten Studienplatz der Welt ihre Ausbildung als Schauspielerin. Über Dinge, die sie inspirieren und begeistern, bloggt sie auf Zylinder.

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Püppchen

Einmal hat mich meine Mutter mit auf einen wunderbaren Flohmarkt genommen. Es gab herrliche alte Stoffe und Bettwäsche, mich hat aber nur dieser eine Stand interessiert, der über und über mit lauter Wunderdingen gefüllt war. In diese Puppe habe ich mich sofort verliebt. Sie hat einen Platz in meinem Setzkasten an der Wand bekomen, in dem alle meine Schätze einen Platz bekommen haben, all die kleinen Dinge, die ich damals gesammelt habe: Fahrkarten, die Murmeln aus Tintenpatronen, Glastiere. Die alten Fahrkarten und Murmeln besitze ich nicht mehr, aber das Püppchen ist geblieben. Als ich es bei meinem Umzug von zu Hause nach Stuttgart mitnahm, fiel es selbst meiner Mutter schwer, das kleine Ding zu verabschieden.

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Muttis Brille

Diese Brille meiner Mutter lag früher immer in unserem Auto. Schon als Kind fand ich es super, sie aufzusetzen, um mich zu verkleiden. Irgendwann war sie verschwunden. Erst vor ein paar Jahren wurde sie wieder entdeckt. Nun besitze ich sie als Dauerleihgabe und hoffe, dass ich sie nie wieder hergeben muss. Denn immer, wenn ich sie trage, stelle ich mir vor, wie meine Mutter auszusehen. Leider sehe ich ihr gar nicht ähnlich, was ich sehr bedauerlich finde. Sie ist von Cutler & Gross of London, Modell 129, Collection K16. Aber uralt.


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Fotoapparat

Diese Prima Super 115-Kamera von Canon ist noch ein richtiger Fotoapparat. Sie steckte in den Tiefen eines Schrankes bei uns zu Hause und avancierte zu meinem ständigen Begleiter. In jenen Tiefen befand sich auch eine viel bessere Spiegelreflexkamera, die mir nicht weniger gute Dienste leistet, und dennoch. Es ist was es ist, sagt die Liebe.

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Chai Power

Seit der Oberstufe war ein Start in den Morgen ohne Kaffee für mich undenkbar. Das indische Getränk des Alltags lernte ich in Hannovers schönstem Café kennen, dem Teestübchen in der Altstadt. Obwohl Instant-Pulver, ist dies der einzige Chai, den ich genießen kann. Früher war es immer ein ganz besonderer und seltener Moment, Chai zu trinken. Zum Geburtstag bekam ich dann diese Selbstversorger-Büchse geschenkt. Nun weniger selten, aber immer noch besonders, stößt er mit Milch aufgegossen sogar den Kaffee vom Thron.

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Wilde Kerle

Dieses Buch habe ich einmal von meinem Vater zu Weihnachten bekommen, es ist noch gar nicht so lange her. "Wo die wilden Kerle wohnen" von Maurice Sendak erzählt die Geschichte vom frechen Max, der sich auf eine Reise begibt und zu den wilden Kerlen kommt. Weil Max selbst noch viel wilder ist, haben ihn die Kerle zum Fressen gern. Ich habe dieses Buch so gern, weil ich es wahnsinnig wichtig finde, Traumwelten zu haben. Manchmal kann man dorthin verreisen - und immer wieder zurückkehren.