Portrait

Katrin Friedmann

Art-Direktorin

Berlin


ist Grafikerin in Berlin, malt ihre Typo am liebsten selber und arbeitet für verschiedene Kunden wie die Bread & Butter und den Neukoellner.

 

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Digikam

"It´s me! Bin ich hübsch? Hach, so ein Selbstportrait ist gar nicht so einfach." Es gibt eine Menge, Menge Dinge, die ich um mich versammelt habe, die mir bedeutsam und wichtig erscheinen, die ich wunderschön finde, die mein Leben begleiten, mich ablenken, meine Sinne befriedigen, mich beruhigen, mir unersetzlich und unabkömmlich erscheinen. Und? Welche davon sind DIE FÜNF? Die, mit denen ich etwas besonderes erlebt habe oder die, die ich jeden Tag dabei habe? Die, die ein besonderes Statement darstellen? Oder die, die ich gebrauche, um mich auszudrücken, Dinge zu erschaffen oder zu kommunizieren: Kamera, Stifte, Papier, Mac, iPhone - das ist doch zu einfach. Davon hat es nur die Kamera geschafft! Sie hat die anderen vier freundlicherweise porträtiert.

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Lederarmband

Das Lederarmband hat mir meine liebe Freundin Katja geschenkt. Seitdem hat es mit mir gelebt: ist morgens mit mir aufgestanden, hat stressige Tage cool überstanden, Mäuse über den Tisch geschoben, im Meer gebadet, beim Knutschen zugeschaut, betrunken am Arm gewackelt, einen Knopf verloren, anstrengenden, instressanten, lauten Diskussionen gelauscht, ist durch Clubs geflogen, hat an Hochzeiten teilgenommen, frische Babies im Arm gehalten, ist über die Autobahn geheizt, hat im Zug "Die Drei ???" gehört, nächtelang Pixel geschoben, hat neue Freunde gefunden und ist durch Berlin Gazelle gefahren, um dann erschöpft vorm Ins-Bett-Kriechen vom Arm zu fallen.

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Kleines Rotes und großes Blaues

Ohne die beiden gehe ich nicht aus dem Haus! Das kleine Rote: Seit es die Moleskines in rot gibt, unbedingt in rot, gibt ein besseres Patina übers Jahr - was soll ich sagen, alles wird eingetragen: feste Verabredungen genauso wie unerwartete Geschehnisse, Geburtstage, Termine, wichtige Erledigungen, lustige Begegnungen, aber vor allem kleine Ideen, Sätze und Skizzen. Das große Blaue: Einen Tag, nachdem mir mein Portemonnaie entwendet wurde, habe ich diesen wunderhübschen Comme de Garcon-Geldbeutel gekauft. Seitdem heitert er mich täglich beim Geldausgeben auf.

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Rollschuhe

Die alten neuen Rollschuhe sind schon lange in meinem Besitz, dennoch mussten sie etwa zehn Jahre auf ihren Einsatz warten: Im Juli wurden sie aus dem Abstellkammerschlaf erweckt und durften auf dem Berlin-Tempelhof Rollfeld rollen. Großartiger Spaß - für sie und mich.

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Schlafschaf

Das erste Klischee im Leben - das Lieblingskuscheltier. Allerdings ist dieses das meines "erwachsenen" Lebens: meine Mutter hat es mir geschenkt, als ich mit 19 von zu Hause ausgezogen bin. Seitdem steht es in jedem Zimmer, das ich bewohne, neben dem Bett und hat ein wachendes Auge auf alles, was da so geschieht.